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Andreas Backoefer, promovierter Theaterwissenschaftler und Gründer des epodium Verlags und der epodium gallery in München, agiert an den Grenzen von Wissenschaft und Kunst. Er publiziert Bücher über Performance und Kunsttheorie und schreibt Artikel z.B. für die Neue Zürcher Zeitung und das Sluice Magazine (London). Lectures, Workshops und Ausstellungskonzeptionen u.a. in Baltimore, Basel, London, New York und Salzburg. Er beschäftigt sich mit performativen Kunstformen sowie dem Verhältnis von Kunst und Institution – von Kunstästhetik und Museumspraxis. Seit 2021 Co-Leitung der Limbo Arts Studios.


Aktuelles

31 March – 01 April 2022
Atelier: Shifting and Morphing. Skills of Artistic Displays: Dance, Choreography …
In cooperation with Institute of Dance Arts (IDA)
Anton Bruckner Privatuniversltät Oberösterreich, Linz (Austria)
The Cambridge Dictionary paraphrases the verb ‘to morph’ with “to gradually change, or change someone or something, from one thing to another”. Highlighting the metaphoric quality of the transitory as well as transient connotation of the term, the object-based ‘morphing’ brings about – as does the time-based ‘shifting’ – untried strategies and fresh artistic procedures that are operationalized as well as contextualized in the multiple (and distinct) media transformations of e.g. doing dancing and/or video art.
Thus, the laboratory format of the artistic-academic Atelier intends to understand morphing and shifting as dynamic converters of knowledge production in body/movement-related arts by embracing experiments with and strategies of agency, experience and visualization in movement research, scoring, historiography, praxeology… The Atelier asks about the peculiarity of non-discursive practices of thought in (dance) arts, their aesthetic obstinacy and their own validity.
(Ein Projekt der Limbo Arts Studios) (Photo: Constantin Georgescu)


01 – 06 Aug 2022
Seminar: Victim of … Opferdenken in Theologie, Philosophie und Kunstwelten

Sommeruniversität des Evangelischen Studienwerk Villigst, Leitung: Prof. Dr. Knut Berner, Dr. Andreas Backoefer
Im Seminar wird die schillernde Figur des Opfers anhand theologisch-philosophischer Texte (z. B. Dalferth, Derrida) und speziell mit Blick auf die Kunst(welt) beleuchtet. Denn signifikant ist das Verhältnis von Kapital und Kunst von Machtdispositiven geprägt: einerseits durch Ausschlussmechanismen (Museum, Kunsthandel), die Künstler*innen in eine Opferrolle drängen können. Andererseits können diese – auch aufgrund privaten Förderns im Bereich Philanthropie / Sponsoring – in ihrer Arbeit Stellung zu diesen Machtverhältnissen beziehen und damit die Institution / das Kapital in eine – zumindest moralische – Opferrolle bringen.


13 – 14 Oct 2022
Workshop: „Un jour Pina a demandé …“
Pina Bausch: Medialisierungen und Transformationen

In Kooperation mit dem Evangelischen Studienwerk Villigst
Die Rezeption und Wirkungsgeschichte der in Solingen geborenen Choreografin Pina Bausch und ihres Tanztheaters Wuppertal sind auch 22 Jahre nach ihrem Tod äußerst lebendig und vielschichtig. Dabei ist die Polarität von regionaler Verwurzelung in Wuppertal als ‚nicht-schönem’ Ort, der aber für sie und die Tänzerinnen als ‚Kraftwerk‘ diente, und internationaler Wirkung als globale theatrale Utopie ein häufig dokumentiertes Thema. Besonders zwei Filme trugen – wenn auch auf unterschiedliche Weise – zu der schillernden Medialisierung des Mythos „Pina“ bei: Chantal Akerman: Un jour Pina a demandé … (1983) und Wim Wenders Pina (2011). Während der Film von Akerman eine sensible, frühe Innenansicht ihrer Companie bei der Arbeit zeigt, versucht Wenders‘ posthumes 3D-Movie die Aktionsfelder zwischen den unterschiedlichen Nationalitäten, Sprachen und künstlerischen Identitäten mit einer opulenten Bildersprache zu illustrieren …
(Ein Projekt der Limbo Arts Studios)